Das Barthaar hat eine andere Struktur als das Haupthaar und lässt sich nicht ganz so gut färben. Deshalb kommt bei Friseuren und Barbieren spezielles Bartfärbemittel oder auch Farbe für Wimpern und Augenbrauen zum Einsatz. Das Anpassen des Barthaares an den natürlichen Ton des Haupthaares dauert nur etwa fünf Minuten.
Trocken und wohlig warm erreichen wir die Wiener Straße gegenüber der ehemaligen Englischen Kirche. Den Hauptbahnhof kann ich schon erkennen. Unvermittelt stehen wir unserem ehemaligen Hausarzt und Freund Horst Lutter gegenüber. Wir hatten uns seit Jahren nicht mehr gesehen. Horst freut sich, uns lebend anzutreffen. Weil er die Handhabung der Medizin nach NS-Grundsätzen von Beginn an weit von sich wies, darf er seit 1934 nicht mehr praktizieren. Lediglich Lutters internationaler Ruf hat ihn bis jetzt vor dem KZ bewahrt. Er grinst über meinen fehlenden Stern auf der Brust.
»Das ist wunderbar, Jakob. Wenigstens ein vernünftiger Mensch aus der Herde braver Schafe. Ihr dürft aber nicht in Dresden bleiben. Mein Freund, du bist einfach zu bekannt. Ach so, ihr habt ja einen Koffer gepackt. Sehr vernünftig. Wo soll’s hingehen?«
»Wir haben gehört, dass Züge in den Westen fahren.«
»Nun ja, Züge ist wohl ein wenig übertrieben, nur hier und da fährt tatsächlich mal ein Zug ab. Und das mit dem Westen ist auch so eine Sache. Oder habt ihr eine sichere Verbindung?« Sein Gesichtsausdruck wirkt überaus erstaunt.
»Nein, wir werden sehen.«
Horst lacht sein sympathisches Lachen. »Hätte mich in der Tat gewundert. Passt auf, wenn einer eine Gelegenheit findet, dann Hardenberg.«
Vor Aufregung kriege ich fast den Schluckauf und gleichzeitig rinnt mir der Angstschweiß den Rücken hinunter. »Hardenberg? Doch nicht etwa der Hardenberg?« Aus, denke ich, wir kommen hier nie mehr raus.
»Aber natürlich der Hardenberg. Das ist ein prima Mann, glaub mir. Es gibt in Dresden kaum etwas, was der nicht weiß. Und es gibt beinahe nichts, was der nicht hinkriegt. Wartet mal, ich hole ihn.«
»Genau davor fürchte ich mich. Der kennt mich und bringt mich sofort aufs Schafott«, stottere ich entsetzt. »Der hat dich damals observiert und dafür gesorgt, dass du nicht mehr arbeiten darfst! An den willst du uns verschachern? Da kann ich mich besser gleich erschießen.«
»Na, na, na. Gerade Hardenberg kann ich absolut vertrauen, und zwar, weil er mich damals observiert hat, das war ja schließlich sein Auftrag. Wenn er mich nicht ständig über den Stand der Ermittlungen gegen mich informiert, und nicht einiges, was er herausfand, unterschlagen hätte ... mein Leben wäre schon vor zehn Jahren keinen Pfennig mehr wert gewesen. Der war überhaupt der Einzige, der mich hatte beschützen können und das bis heute tut. Gut, von mir aus, wenn ihr euch nicht von Hardenberg helfen lassen möchtet, geht zum Bahnhof und versucht ruhig selbst euer Glück. Macht aber um Himmels willen keine Dummheiten! Wenn sie dich ohne Stern erwischen, habt ihr es beide hinter euch. Na, ihr kennt selber die Gesetze. Sobald ich Hardenberg gefunden habe, kommen wir zum Bahnhof und regeln die Sache.«
Der Hauptbahnhof ist tatsächlich in sich zusammengestürzt, die Ruine wirkt beängstigend. Die Gleise auf der Ostseite des Bahnhofs sind menschenleer, auf der Westseite stehen auf den Gleisen außerhalb des Bahnhofs wirklich mehrere Güterzüge mit Lokomotiven davor in Richtung Westen. Die Waggons quellen über vor Menschen. Neben den Schienen türmen sich Habseligkeiten. Unwillkürlich muss ich an den Brief vom SS-Mann an der Rampe denken. So wird es dort auch ausgesehen haben. Mit dem Unterschied, dass hier die Leute aus dem Tod kommen. Jeder will bloß weg und verzichtet anscheinend gern auf Hab und Gut, nur um einen Platz in einem der Waggons zu ergattern. Dabei handelt es sich nicht einmal um Sitzplätze, denn weil möglichst viele Menschen mitsollen, stehen sie dicht gedrängt in den Güterwaggons. Und wir schieben von draußen nach. Das heißt, wir drängen gar nicht selbst, sondern werden von hinten weitergedrückt. Ich komme mir vor, als würde ich in der Menge ertrinken, zudem regnet es wieder. Na egal, dann sind wir eben bald erneut klatschnass bis auf die Haut. Hoffentlich holt man sich nicht eine Lungenentzündung. Die Leute zerren am Koffer, am Mantel, den Ellbogen kann ich kaum ausweichen, so eng ist es. Scheißdreck, denke ich, das wird doch nichts. Keine Chance auf Mitgefühl. So, ich habe die Schnauze voll, nicht nur von fremden Händen und Ellbogen. Jetzt wehre ich mich und schlage wütend um mich. Zunächst treffe ich zwar nur das eine oder andere Gesicht, ob Mann oder Frau ist mir wurscht, ich will hier raus! Die Leute um mich herum machen in ihrer Furcht ein wenig Platz. Prima, endlich kann ich eine kleine Bresche für mich in die Menge prügeln. Da ich ja nicht nach vorne zum Waggon will, sondern zurück, geben die Menschen nun den Weg für mich frei. Ich höre Carolas Stimme hinter mir und spüre, dass sich jemand an meinen Hüften festhält. Na, hoffentlich ist sie das. Ich sehe den Gesichtern an, dass die Leute mich für blöd halten, nein, vielmehr für wahnsinnig, haben wohl deswegen Angst und weichen etwas vor mir zurück. So, draußen bin ich und kann endlich frei atmen, so ein Wahnwitz! Carola steht neben mir. »Du meine Zeit, ich dachte, die trampeln mich tot, wenn ich stolpere.«
»Würden sie wahrscheinlich sogar tun. Schau dir das an, vor jedem Waggon das gleiche Bild.«
Die Masse drückt und Uniformierte drängen zurück. Eine Waggontür nach der anderen wird zugeschoben, die davorstehenden Männer mit Stahlhelmen zielen auf die Menge mit den Waffen im Anschlag. Nächster Wagen. Und der nächste. Und so weiter. Nachdem die letzte Tür geschlossen ist, rufen die Bewaffneten das Ende der Beladung von Waggon zu Waggon nach vorne durch.
Die Lokomotive pfeift, ich rieche schwefeligen Wasserdampf, der Zug ruckt, die großen Räder der Lokomotive drehten eine viertel oder halbe Umdrehung durch, finden Halt und der Zug setzt sich langsam und quietschend in Bewegung. Einige Wagemutige halten sich an Vorsprüngen und Haken der Waggons fest, werden ein Stück mitgezerrt und fallen dann zu Boden. Manche von ihnen rutschen unter die Räder des Zuges. Wie es da aussieht, will ich gar nicht wissen.
Glücklich, wer mitfahren darf. An den anderen Gleisen spielen sich nahezu dieselben Szenen ab. Aber niemand verlässt den Platz, an dem er steht. Nach einer Weile fährt ein weiterer Zug ab, dann noch einer. Wenig später treffen andere Güterzüge rückwärts fahrend auf den von Menschen umringten Gleisen ein. Der Kampf um eine Fahrgelegenheit beginnt erneut.
Ich sehe eine junge Frau, der sehr schnell geholfen wird, in einen Waggon zu klettern. Sie winkt und ruft irgendwem irgendetwas Unverständliches zu. Ein junger Mann zwängt sich kraftvoll vor, kann den Rahmen der Waggontür ergreifen und ist gerade im Begriff sich hinaufzuziehen, da zerrt ihn jemand von hinten ebenso kraftvoll zurück. Der junge Mann fällt zu Boden und die anderen Menschen drängen voran, ohne sich um ihn zu kümmern. Er kommt wieder auf die Beine, doch der Waggon quillt bereits über von Leuten. Er hat nicht die Spur einer Chance mehr, merkt das wohl selbst und ruft etwas. Eine vor Angst schrille Frauenstimme ist zu hören. Zwei Uniformierte schieben, wie vorhin bei uns, zurück, einer der beiden steht im Begriff, die Waggontür zu schließen. Dann ist das Paar getrennt, überlege ich, welch ein Ärger. Aus dem Inneren des Waggons fällt ein Körper hinaus, dem drängenden Bewaffneten in den Rücken. Der Mann muss sich sehr erschreckt haben, denn er schießt jetzt blindlings in die Menge. Ein Mann sinkt mit einem Seufzer in sich zusammen. Dem Schützen steht das blanke Entsetzen im Gesicht. Über seine Schulter hinweg erkenne ich die junge Frau in der Öffnung des Waggons, sie rupft einem neben ihr im Waggon stehenden Mann ein ganzes Büschel Haare aus, drängt ihn beiseite und springt dann aus dem Waggon hinaus. Sie rudert wild mit den Armen und schwimmt beinahe auf der Menge. Der entsetzt wirkende Uniformierte bekommt ihren rechten Arm genau auf die Nase und blutet sofort. Der zweite Uniformierte schießt über unsere Köpfe hinweg das ganze Magazin seiner Maschinenpistole leer. Augenblicklich setzt lähmende Stille ein, kein Laut ist mehr zu hören. Bloß die junge Frau rudert weiter, findet ihren Partner und fällt ihm um den Hals. In ihrer Hand hält sie immer noch das große Bündel dunkler Haare, an dem ein Stückchen Kopfhaut klebt.
»Das ist zwecklos, Carola. Lass uns zurück.«
»Hm, meinst du zu Horst?«
»Tja, vielleicht, lass uns von hier verschwinden.«
An der Kirche, Ecke Wiener Straße, treffen wir Lutter und Hardenberg, bei dessen Anblick mir richtig übel wird. Der Nazispitzel wirkt hingegen völlig ungerührt. Er grüßt und versucht Carola nonchalant die Hand zu küssen. Sie zieht die Hand weg. Was für ein Mistkerl! Schleimer! Denunziant! Mir fallen gar nicht schnell genug passende Bezeichnungen für Hardenberg ein. Ich weiß genau, dass der niemals eine Hand für uns rühren wird. Wir plaudern trotzdem eine Weile so unbeschwert, wie im Moment nur möglich. Wir berichten von der Aussichtslosigkeit, eine Fahrgelegenheit zu erkämpfen.
»Das ist der reinste Bürgerkrieg. Und die Kerle schießen obendrein auf die Menschen. Unfassbar ist das! Da finden wir lieber einen anderen Weg. Notfalls gehen wir zu Fuß.« Mir wird sogar richtig warm, trotz des kühlen Regens.
»Nun, dass Sie nicht die Einzigen sind, die wegwollen, hätte Ihnen ja klar sein müssen. Ich wüsste allerdings eine Alternative.«
»Danke schön, Herr Hardenberg. Aber auf Ihre Hilfe können wir liebend gern verzichten!« Carola schnauft und lässt giftige Blicke auf ihn ab. Ich kann zu dem Mistkerl aber selbst einfach nicht freundlich sein.
»Weshalb sind Sie so unfreundlich zu mir?«, fragt er.
»Das ist ja wohl das Allerletzte. Wie viele Menschen haben Sie auf dem Gewissen? Wie erbärmlich muss man sein, um als Nazispitzel zu arbeiten?«, frage ich ihn.
Hardenberg tritt zu mir und packt mich am Mantelkragen. »Halten Sie Ihr dämliches Maul! Ich habe niemanden auf dem Gewissen, wie Sie es ausdrücken. Die Leute, um die ich mich gekümmert habe, leben alle und sie leben nur deswegen, weil ich mich gekümmert habe und sie so aus der Schusslinie gezogen habe, ganz im Gegensatz zu Ihrer Rassegenossin Stella Goldschlag. Nie von der Dame gehört, was? Wäre ja unangenehm, wenn man nicht mehr nur auf den anderen herumhacken kann, wenn unter den eigenen Leuten die gleichen Scheißtypen sind wie bei uns, was? Ja, da steht die Schlabberschnauze still! Eine wahre Vorzeigejüdin, diese Frau Goldschlag. Blond, blauäugig und so was von arischem Aussehen, dass sie niemals einen Ausweis zeigen muss. Wozu auch? Immerhin hat sie bisher in Berlin schon ein paar Tausend untergetauchte Juden an die Gestapo verraten. Aber das ist ja was anderes, nicht wahr? Das ist ja eine von euch, die edle Dame.«
Er hebt die Hände ein wenig und winkt dann angeekelt ab.
»Ich glaube Ihnen kein Wort. Gib mir den Rucksack, Jakob, wir wollen gehen.«
Carola nimmt ihn mir von der Schulter und wendet sich ab.
»Stimmt das?«, möchte ich von Hardenberg wissen.
»Gehen Sie selbst nach Berlin und fragen nach Stella Goldschlag. Am besten gleich in der Prinz-Albrecht-Straße 8. Fragen Sie nach dieser aufrichtigen Helferin wie aus dem Bilderbuch; und zwei Minuten später sitzen Sie unten im Folterkeller. Dann gibt es Säure über die Füße, die Haut reißt man Ihnen vom Leib und nach zehn Minuten möchten Sie nur noch sterben. Man lässt Sie nicht, weil man dort erst herausprügeln will, von wem Sie das wissen. Und dann werden Sie reden. Was glauben Sie, bei wie vielen Glaubensgenossen die Goldschlag das genossen hat, zuzusehen?! Ich habe keinen Einzigen in die Folterkeller geschickt. Ach, lassen wir das. Eine andere Sache, das Ding in Ihrer Manteltasche sollten Sie nicht so freimütig mit sich herumtragen. Auch in Dresden nicht, Herr Doktor Löwenthal. Lose Patronen klappern wirklich allzu verräterisch. Wenn Sie wenigstens laden würden, dann bliebe es stiller.«
Er lächelt überlegen. Plötzlich scheint er zu stutzen. »Sie haben nicht den kleinsten Schimmer, wie Sie das Ding laden sollen, was? Aber damit herumlaufen. Sie haben vielleicht Nerven.« Hardenberg betrachtet mich wie ein geduldiger Lehrer, der einen begriffsstutzigen Schüler müde und mitleidvoll betrachtet.
Ich bin schockiert. Meine Stimme versagt, mein Hals kratzt trocken.
»Ich weiß alles, mein Lieber. Nur deswegen lebe ich noch. Geben Sie her das Ding, ich zeige Ihnen, wie es funktioniert.«
Ich gehorche ohne zu denken.
»So entriegeln Sie das Magazin.« Er steckt die Pistole unter seine linke Achselhöhle. »Geben Sie mir die Patronen. Gut. So laden Sie. Und so schieben Sie das Magazin hinein. Nun spannen.« Er zieht den Schlitten zurück und hörbar schnappt ein Mechanismus ein. »Wenn Sie unbedingt schießen müssen, dann brauchen Sie nur das Hebelchen hier mit dem Daumen nach unten zu drücken und können sofort losballern. Ich wünsche Ihnen, dass Sie niemals in die Verlegenheit kommen werden, die Waffe zu benutzen. Wenn Sie aus Dresden heraus sind, werfen Sie die Knarre besser weg. Sollten Sie jedoch schießen müssen, dann zielen Sie nicht auf den Kopf des Gegners, den treffen Sie nie. Zielen Sie auf den Bauch, manche haben ja Anfängerglück. Und jetzt fuchteln Sie mit dem Scheißding nicht so rum, Mensch. Stecken Sie es wieder ein!«
Ich schiebe die Waffe in meine Manteltasche und schaue Hardenberg an. »Welchen Gegner meinen Sie?«
Er lacht erneut. »Sie sind ein Kindskopf. Ob nun SA oder der USA, da gibt es nur wenig Unterschied; abgeknallt werden Sie von beiden, wenn man Sie mit einer Waffe aufgreift. Dann hilft nur noch beten und an ein besseres Jenseits glauben. Apropos glauben. Glauben Sie bloß nicht, dass Sie einen Waggonplatz erkämpfen könnten. Dazu müssten Sie sich den Weg schon freischießen, und davon rate ich, wie gesagt, ab. Ihre Frau hat recht, zu Fuß ist es einfacher, aus Dresden zu verschwinden, alles Weitere wird man dann sehen. Deswegen gehen Sie mal kurz in den Schuppen neben der Kirche. Da finden Sie ein Hilfsmittel, das Sie sicherlich ausgezeichnet gebrauchen können. Guten Tag.«
Abrupt wendet Hardenberg sich zu Lutter. »Viel Glück«, wünscht der, und beide gehen in entgegengesetzter Richtung fort.
»Kommst du, Jakob?«, fordert Carola, die bereits ein paar Schritte entfernt ist. Ich hole rasch auf. Carola blickt mich fragend an. Im Augenblick steht mir der Sinn nicht nach Erklärungen. Dieser Hardenberg wird mir immer unheimlicher. Ob das mit dieser Frau in Berlin wohl stimmt? Zuzutrauen ist uns Menschen einfach alles!
»Was ist denn nun? Vorhin wolltest du unbedingt weg und jetzt halten wir eine Sprechstunde ab«, klagt Carola.
»Bleib bitte mal stehen. Hardenberg riet, wir sollten zur Kirche gehen. Wir würden dort Hilfe finden. Was meinst du, sollen wir ihm glauben?«
»Hilfe? Welche Hilfe?«
»Ich habe nicht die Spur einer Ahnung. Wenn er uns hätte denunzieren wollen, hätte er dies längst tun können. Was meinst du?«
Carola blickt an mir vorbei. »Wo sind die denn hin?«
Lutter und Hardenberg sind wie vom Erdboden verschwunden.
»Weißt du was, ich gehe allein«, schlage ich vor. »Und du wartest hier. Wenn die Luft rein ist, rufe ich dich.«
»Sei bloß wachsam, Jakob.«
»Klar«, verspreche ich, stelle den Koffer neben Carola ab und gehe vorsichtig zurück, durch das Türchen vor der Kirche und erreiche den Schuppen. Die Tür ist nicht geschlossen. Na, riskieren wir einen Schritt. »Hallo! Hallo, ist da jemand?«
Decken verhüllen mehrere Haufen. Ich hebe eine Decke an. Gerümpel. Was sollen wir damit? Gerümpel und Schutt liegen in Dresden tonnenweise herum, da kann ich genauso gut wieder gehen. Neben der Tür lehnt ein Herrenfahrrad an der Wand. Ob das Fahrrad das Hilfsmittel ist, von dem Hardenberg geredet hat? Gut und schön, trotz allem kann ich nicht einfach ein Fahrrad stehlen. Das könnte man mir als Plündern auslegen. Und darauf steht Hängen. Nein danke. Am Sattel des Fahrrads ist ein Zettel angeheftet. ›Lieber Doktor, liebe gnädige Frau. Vielleicht hilft Ihnen dieses Fahrrad, Ihr Ziel etwas bequemer zu erreichen. Liebe Grüße, H.‹
Ich schiebe das Rad über den Kirchhof zu Carola. Als ich ihr den Zettel zeige, ist sie ebenso irritiert wie ich. »Wer ist H.? Etwa ...«
»Hardenberg, ja. Gehe ich mal von aus. Wer sollte sonst davon wissen? Ich weiß es aber nicht, Carola. Andererseits könnte ich mir denken, dass Hardenberg eventuell irgendetwas mit dem Widerstand zu tun haben könnte. Lass uns zunächst von hier verschwinden. Alles Weitere sehen wir später. Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt, dass wir doch noch weg können.«
»Ich auch nicht, Jakob.«
Ich klemme den Koffer auf den Gepäckträger, hänge mir den Rucksack um, setze mich auf den Sattel und Carola klettert vor mir auf die Stange. Mehr wackelig als sicher strampele ich los. Angesichts der Trümmerberge und zahllosen Toten ist es ein hoffnungsloses Unterfangen, fahren zu wollen. Also steigen wir wieder ab und gehen zu Fuß an zerstörten Fahrzeugen und unzähligen Gruppen und Grüppchen mutlos auf wenigen Sachen hockenden, mehr tot als lebendig wirkenden Menschen vorbei. Das Fahrrad ist dennoch insoweit eine wesentliche Erleichterung, da wir unser Gepäck nicht tragen müssen. Immerhin etwas.
Unser Weg führt uns ein letztes Mal am Großen Garten vorbei. Der Verwesungsgestank hängt wie eine dicke Decke in der Luft. Der Ekel erdrückt jegliches Hungergefühl. Einige wenige Fahrzeuge sind halbwegs fahrbereit und schließen sich den Kolonnen der Fußgänger an. Am Basteiplatz schwenkt die Mehrzahl der Menschen in Richtung Elbe. Bloß raus aus dieser Masse, denke ich, wir sollten uns lieber elbaufwärts in Richtung Prohlis halten. Wir beraten kurz und entschließen uns dann auch dazu.
Auf der Pirnaer Landstraße können wir sogar auf dem Fahrrad fahren. Es beginnt bereits zu dämmern, als wir uns Laubegast nähern. Dresden liegt schon längst hinter uns, aber wir haben uns beide den ganzen bisherigen Weg nicht umgedreht. Aus Aberglauben. Die Schäden in diesem Vorort Dresdens halten sich in Grenzen, angesichts der Trümmerwüste, aus der wir kommen. Ich habe einen Mordshunger und einen tierischen Durst. Ich glaube, ich werde mal anhalten.
Carola klettert von der Stange. Sie reibt sich den Po. »Das ist eine unangenehme Sitzhaltung, Jakob. Ich würde gerne mal eine Pause einlegen. Unter Umständen finden wir ein Quartier für die Nacht. Was meinst du, ob wir Gersmanns aufsuchen sollen?«
»Du meinst Mäxchen besuchen? Das halte ich nicht für gut«, sage ich. »Dann tut der Abschied doppelt weh. Außerdem, denk an das Kind. Wie sieht denn das aus, Frau Gersmann kommt angeblich mit deinem Kind nach Hause und wenig später stehen wir selbst vor der Tür. Das wäre reichlich sonderbar, nicht wahr?«
»Du hast ja recht, Jakob. Lass uns lieber bis Leuben weiterfahren. Vielleicht steht der Feenpalast noch. Im Gasthof bekommen wir zumindest etwas zu essen und zu trinken. Ich habe einen Mordsdurst.«
»Ich auch. Die Nonne hatte wahrlich recht, uns mit Reisemarken und ein wenig Geld zu versorgen. Wie hättest du es jetzt lieber? Fahren oder laufen? Dein Podex darf entscheiden.«
»Ach, lass uns fahren. Müde bin ich nämlich außerdem.«
Leuben scheint bis auf ganz wenige Schäden von den Auswirkungen der Angriffe verschont geblieben zu sein. Der Feenpalast steht noch. Wir stellen das Fahrrad vor der Tür ab, Carola trägt den Rucksack und ich den Koffer. So betreten wir den Gasthof, als sei es das Selbstverständlichste der Welt. Es ist angenehm warm im Schankraum und wir sind die einzigen Gäste an diesem frühen Abend. Wir setzen uns an den zweiten Tisch. Den ersten, auf dem der Wimpel des Stammtisches prangt, meiden wir; diese Art der Geselligkeit widert mich von jeher an.
Eine schlanke Frau mit dunkelbraunem mittellangem Haar erscheint hinter der Theke.
»Guten Tag, die Herrschaften.«
»Guten Tag. Können wir bei Ihnen etwas zu essen bekommen? Wir sind auf der Durchreise. Wir haben Reisemarken.«
»Brauchen Sie nicht, bei uns gibt es nur Eintopf, der ist frei.«
»Wunderbar, zwei Portionen und zwei Tassen Tee bitte.«
»Pfefferminze, Hagebutte oder Kamille?«
Drei Sorten zur Auswahl, unfasslich. Carola schmunzelt. »Pfefferminze, wir haben seit Ewigkeiten keinen Pfefferminztee mehr bekommen.«
»Sie sehen ein wenig müde aus. Möchten Sie sich etwas frisch machen?«
»Liebend gerne. Entschuldigen Sie noch eine Frage. Eine Übernachtungsmöglichkeit haben Sie zufällig nicht mehr frei? Für eine Nacht?«
»Wir haben nur freie Zimmer, seitdem die Front immer näher rückt. Die hohen Herren haben sich anscheinend bereits nach Westen abgesetzt. Die Flüchtlinge aus dem Osten fahren meist nur vorbei. Selten genug traut sich mal einer herein und fragt nach etwas zu essen. Deswegen haben wir nur Eintopf. Der Teller für zwei Groschen, mehr können sich die meisten doch gar nicht mehr leisten. Eine Karaffe Leitungswasser gebe ich gratis dazu. Arme Schweine. Verzeihen Sie, Sie meine ich natürlich nicht. Wo sind Sie her?«
»Mitten aus Dresden.«
»Aus Dresden? Entschuldigung, aber so sehen Sie wirklich aus. Man hat das Feuer bis hierhin am Himmel gesehen. Man traut sich gar nicht nachzufragen. Den Donner haben wir gehört. Das muss heftig gewesen sein.«
»Das war es. Von Dresden ist nicht mehr viel übrig. Nur Trümmer und Tote.«
Zwei Männer betreten den Gastraum, sind vermutlich Arbeiter in der Landwirtschaft. Sie bestellen Bier. Hätte ich eigentlich auch drauf kommen können. Die Wirtin wendet sich den beiden zu.
»Nehmt euch die Flaschen selbst, ich zeige den Herrschaften kurz das Zimmer. Sie kommen aus Dresden und möchten übernachten. Sie sagen, alles sei kaputt in der Stadt.«
»Will’s wohl glauben«, meint der größere. »Waren ja Flugzeuge genug. Hier wird es ruhig bleiben, die Amis haben mit uns nichts vor. Wir sind zu weit draußen. Nimm dich in Acht vor Erwin!«
Die Wirtin nickt. »Tja, ein Problem haben wir noch. Ich muss das Gästebuch jede Woche vorlegen. Sie haben sicherlich Ihre Reisegenehmigungen dabei?«
»Einen Reisepass, ja.«
»Könnte ich ihn bitte sehen? Nehmen Sie es mir nicht übel, aber wenn ich Sie aufnehme und fülle nicht sofort die Anmeldung aus, bekomme ich Schwierigkeiten.«
Ich reiche ihn der Frau.
Sie füllt die Anmeldung sorgfältig aus und gibt ihn mir dann zurück. »Im vergangenen August hatte ich mal Ärger wegen einer fehlenden Anmeldung. Das möchte ich nicht erneut mitmachen. Entschuldigen Sie.«
Wir sollen ihr folgen und steigen in die obere Etage. Sie öffnet die Tür rechts von der Treppe. Wir betreten ein sauberes Zimmer mit zwei Betten, rot-weiß karierte Bezüge darauf. In der Ecke beim Fenster steht ein Waschtisch mit Steingutkaraffe und Waschschüssel. In den Fensterrahmen glänzen unbeschädigte Glasscheiben. Das Ganze wirkt so unglaublich, dass ich mich gar nicht richtig hinzusehen traue.
»Das Zimmer kostet fünf Mark pro Nacht. Die Toilette ist hinten am Ende des Flures. Dort steht auch die Wanne. Wenn Sie möchten, heize ich den Boiler ein. Das kostet allerdings extra. Brennstoff ist bei uns hier draußen knapp. Warten Sie, ich hole Wasser, damit Sie sich zunächst einmal etwas frisch machen können. Dann essen Sie und in der Zwischenzeit ist das Badewasser warm.«
»Ich glaube, ich bin im Märchen«, staunt Carola, als die Wirtin mit der Karaffe das Zimmer verlassen hat. Sie streicht vorsichtig über das Bettzeug, vergewissert sich mehrmals, dass es wirklich dort liegt. Es kommt mir ebenfalls so vor, dass wir schon Ewigkeiten nicht mehr in einem Bett gelegen haben. Wenn ich bedenke, dass ich gestern für den Platz auf dem Steinboden vorm Abort im Bahnhof ebenso viel bezahlt habe.
Im Schankraum haben sich mittlerweile vier weitere Männer an der Theke eingefunden. Sie trinken Schwarzbier. Wann habe ich eigentlich das letzte Schwarzbier getrunken? Bis vor ein paar Tagen hatte es mir genügt, jeden einzelnen Tag zu überleben und den hinter mir liegenden schnellstens zu vergessen. Seit Neuestem denke ich wieder an gestern, vorgestern und morgen. Und probeweise an übermorgen, bildlich gesprochen. Ein sehr angenehmes Gefühl.
Wir setzen uns an den Tisch und die Wirtin bringt eine Schüssel mit Erbsensuppe, zwei Teller, zwei Löffel und ein paar Scheiben Graubrot. Wie die Wölfe fallen wir über die Suppe her. Die anderen Gäste belächeln unsere Gier. Ruck, zuck haben wir die Schüssel leer gelöffelt und lehnen uns satt und zufrieden zurück. Gleich fallen mir die Augen zu.
Ein sehr beleibter älterer Mann im Arbeitsanzug tritt zu uns. Er tippt an den Schirm der Mütze. »Darf ich mich zu Ihnen setzen? Danke. Sie kommen aus Dresden? Richtig Dresden?«
»Ja. Wir wohnten in der ...«, Vorsicht, sage ich mir. Nicht gleich zu vertrauensselig sein, »... Prager Straße, die gibt es nicht mehr. Überhaupt in ganz Dresden gibt es nicht mehr sehr viel. Nur Trümmer und Tote.«
Der einzige der Männer, der mit einem Straßenanzug bekleidet ist, setzt sein Bierglas hörbar auf die Theke. Derjenige, der bei uns am Tisch sitzt, schließt die Augen und legt seine Hand mit dem Daumen an den Kragen des Arbeitsanzuges und tippt mit dem Zeigefinger gegen das Revers. Was immer das bedeuten mag. Er fragt, wie es denn in den vergangenen Nächten in Dresden gewesen sei.
»Schrecklich«, sage ich. »Einfach grausam. Die haben Dresden um- und umgepflügt. Da steht nichts mehr.«
»Und die Flak?«
»Vergessen Sie Flak, ich habe höchstens fünf Lichtfinger am Himmel gesehen. Ist nichts mehr da. Wird alles für Berlin gebraucht.« Ich rege mich auf und will gerade richtig loslegen, aber der Mensch an unserem Tisch kneift die Lippen fest zusammen, zwinkert ständig und formt mit den Lippen das Wort ›Spitzel‹.
Ach so, endlich kapiere ich. Der im Anzug ist von den anderen. Schnauze halten, Jakob! Außerdem bin ich hundemüde und will in das schöne Bett da oben. Und Arme und Beine tun weh vom ungewohnten Radsport.
»Nanu, keine Schauergeschichten mehr?«, fragt der mit dem Straßenanzug. »Wo wollen Sie denn hin, wenn Sie doch aus Dresden kommen?«
»Zurück nach Hause.«
»Ach. Zurück nach Dresden? Sieh mal einer an.«
»Nein, in Dresden war ich nur beruflich engagiert. Unser Zuhause ist in München.« Chuzpe, Jakob!
»Aha, in München. Seltsam, ich meine, ich hätte Ihr Gesicht schon mal irgendwo gesehen.«
»Das ist sehr gut möglich; ich bin Schauspieler am Staatstheater. Das heißt, das war ich. Das Gebäude gibt es inzwischen nicht mehr. Vielleicht haben Sie mich mal auf der Bühne gesehen?«
Der Mann an unserem Tisch lacht prustend los. »Der Erwin? Der kennt nur Heldentheater.«
Die anderen Männer lachen ebenfalls. Nur der Spitzel nicht. Der stellt das Bierglas nochmals gut hörbar auf die Theke. »Ich vertrete in Leuben das Volk und die Partei.« Er lüpft das Revers des Anzuges und zeigt den verdeckt getragenen Existenzknopf. Jetzt kapiere ich die Handbewegung von gerade.
Die Wirtin fällt ihm ins Wort. »Da ist die Anmeldung. Den Reisepass wird dir der Herr Anders sicher gerne zeigen.«
Ohne die Miene zu verziehen, blickt der Spitzel auf die Anmeldung und verlässt den Gastraum. Der Dicke am Tisch reibt seine Nase. »Sind Ihre Papiere in Ordnung? Könnte durchaus sein, dass der wiederkommt.«
»Wollen Sie etwa auch unseren Reisepass sehen?«
»Nein, nur dem Erwin traut hier niemand über den Weg. Aber wenn Sie Papiere haben, dann passiert wohl nichts.«
Na hoffentlich. Ich möchte nur noch baden und dann ins Bett. Sterben steht vorerst nicht mehr auf meinem Programm, ganz im Gegenteil.
Das warme Badewasser entspannt die Gelenke, das gewaschene Haar klebt nicht mehr, nur der Brand- und Leichengeruch ist ums Verrecken nicht abzuwaschen. Ich habe auch nach dem Baden den Eindruck, dass meine Haut danach riecht, ewig danach riechen wird. Das Kopfkissen ist weich, die Zudecke warm.
Und kaum liege ich im Bett, bin ich eingeschlafen. Ich träume. Heute träume ich gar keinen Angst- und Fluchttraum wie sonst immer. Manchmal wache ich schreiend und schweißgebadet auf. Heute träume ich von Hardenberg, der in martialischer SS-Uniform samt der ekelhaften Totenkopfmütze dem wild schreienden Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes, einen Strick um dessen Schildkrötenhals legt und ihn zappelnd am Strick baumeln lässt. Es ist ein schöner Traum, schön und schauerlich zugleich.
Zum Frühstück gibt es richtige Fettbemmen und Malzkaffee, der Himmel auf Erden. Wir kaufen der Wirtin ein paar Scheiben Brot und ein kleines Stück Speck ab, dann machen wir uns auf den Weg.
Ausgeruht und zufrieden beladen wir den Drahtesel. Die Regenwolken haben sich verzogen und durch die erholsame Pause fällt mir das Trampeln etwas leichter. Mit den Ellenbogen streife ich ständig Carolas Hüften, die vor mir auf der Stange sitzt. Kommt mir vor wie früher. Mein lieber Mann, was haben wir seinerzeit für ausgiebige Radtouren in die Dresdner Heide gemacht. Muss doch gleich mal wieder ein bisschen mit Carola schäkern. Wieso wehrt die sich denn? Hat sie damals nie getan. Na warte, beim nächsten Mal, wenn du dich wehrst, tu ich einfach mal so, als würde ich das Gleichgewicht verlieren. Na also, hehehe, nun hält sie still. Brav. Fängt sogar an mich zu reizen, scheint ihr wohl zu gefallen, das Geschäker. Na, gestern Abend wäre ich dazu nicht mehr in der Lage gewesen. Halt! Da nicht! »Carola, nimm die Hand da weg, sonst schubse ich dich von der Stange.«
»Ach nö, bitte nicht.«
Das Leben ist ein Irrenhaus, überlege ich. Gestern in höchster Lebensgefahr, aus der puren Hölle gekommen, radeln wir durch ein zwar immer noch mörderisches Land und verspüren Frühlingsgefühle dabei. Gefühle, die mein sensibelstes Körperteil anregen - meinen Bauchnabel. »Du sollst die Hand da wegnehmen!« Ein blechernes Knattern lenkt mich ab.
Ein klappriger alter Hanomag zuckelt erst hinter uns her, dann gemächlich an uns vorbei. Der Fahrer lacht uns durch das Seitenfenster zu und winkt, anzuhalten. Er schiebt die Scheibe hinunter.
»Ist das nich bissken unbequem für die Dame?«, fragt der Fahrer. »Auf so ‘ner kleenen Stange zu hocken, wie een Piepmatz? Wo soll es denn hingehen mit den schweren Koffer da hinten drauf und den Wanderaffe auf dem Rücken?«
»Nach München.«
»Mit das olle Fahrrad? Alle Achtung. Nach München fahr ich nich, nur bis Chemnitz. Wenn Se Lust ham, nehm ich Se een Stück mit. Der Drahtesel kann hinten druff zwischen die Bierfässer.«
Heute muss unser Glückstag sein, juchhe! Das Angebot lassen wir uns nicht zweimal machen. Das Rad kommt unter die Plane des Lasters und wir hocken uns neben den Fahrer. Der redet wie ein Wasserfall. Die meiste Zeit über Leute, die er manchmal unterwegs aufgabelt, um sie mitzunehmen. Das ist anscheinend die einzige Abwechslung in seinem Fahrerleben. Der Mensch hat endlos Gesprächsstoff. Wir sind schon fast in der Nähe von Freiberg, wie er ankündigt.
»Man is ja froh, wenn man ab und zu mal Jesellschaft hat, nich? Ich komm gerade aus Radeberg. Keine Möglichkeit durch Dresden zu fahren. Is alles kaputt.«
Wenn der Mensch nun noch ausgiebig erzählen will, wie schrecklich es dort aussieht, platze ich, aber darüber redet er nicht. Gott sei Dank.
»Ein guter Wagen ist das, muss ich sagen«, lässt Carola verlauten. Das Thema Dresden möchte sie wohl auch nicht anschneiden. Sofort ergreift den Fahrer wieder Mitteilungsdrang. Er strahlt Carola an.
»Mein Dampfer ist der beste, wo gibt.«
»Den«, korrigiere ich. Kann’s einfach nicht lassen.
»Na klar, den hier. Dreißig Gäule unter der Haube. Nich totzukriegen. Hätte ich beinahe der Armee abgeben müssen. Aber dann war er denen doch zu alt. Gottlob.«
»Alt ist die Kiste weiß Gott. Was für ein olles Vehikel. Ist ja schon eine richtige Antiquität.«
Der Fahrer strahlt. »Baujahr 1907.«
Carola lacht prustend los.
»Was gibt es denn da zu lachen?«
»Na, dann ist das olle Vehikel genauso alt wie du, mein Lieber. Das muss ich mir merken.«
Der Fahrer lacht. Schön, wenn man sich so freuen kann.
»Wieso sagen Sie Dampfer zu dem Wagen?«
»Na, weil die Wagen eben so heißen. Hanomag Dampfer!«
Ich lese auf einem Ortsschild den Namen einer Ortschaft, darunter steht ›Mercedes-Benz‹ und unter diesem Markennamen steht, in großen gotischen Buchstaben deutlich lesbar Juden sind hier unerwünscht! Na, Mahlzeit! Was ist? Der Fahrer hat irgendwas gesagt. »Wie bitte?«
»Wenn wir hier durch sind, will ich nu mal een Päuschen machen. In Chemnitz komm ich nich mehr dazu. Denn muss ich gleich abladen. Wollen Se auch eene Tasse Tee?«
»Nein, wir wollen Sie nicht länger belästigen, vielen Dank, Meister. Wir werden ein Stückchen mit dem Rad fahren. Nach Chemnitz rein möchten wir nicht so gerne. Großstädte sind uns im Augenblick zu gefährlich. Von Luftangriffen haben wir erst mal die Nase voll. Herzlichen Dank fürs Mitnehmen.«
»Keene Ursache!«
Kurzes Händeschütteln, dann sind wir wieder unterwegs und ich strampele los. Was habe ich mir für Sorgen gemacht, wie es wohl sein würde, aus Dresden zu verschwinden und nun fühlt sich die Sache an wie eine gemütliche Ferienreise. Carola rutscht dauernd auf der Stange hin und her. Klar, wir fahren ja auch schon ein paar Stündchen, müssen dringend eine Pause machen. Carola schaut mich über die Schulter hinweg an und weist mit der Hand auf eine Hinweistafel, die an einem mächtigen alten Baum befestigt ist. Darauf steht in einladenden Buchstaben geschrieben: ›Wanderweg zum Schloss Augustusburg 12 Kilometer‹. Warum eigentlich nicht? Kann sich Carolas Popo wenigstens etwas ausruhen.
»Hast du Lust, ein wenig spazieren zu gehen?«, frage ich und halte an. Wir steigen rechts und links vom Rad. Carola massiert sich den Po. »Ich kann mir denken, dass dir Laufen jetzt recht wäre, Carola. Für zwölf Kilometer brauchen wir etwa drei bis vier Stunden, dann wird es sowieso allmählich dunkel werden. Und wo ein Schloss ist, ist stets ein Gasthof. Ein weiches Bett käme mir gerade recht. Vielleicht machen wir sogar einen Tag Pause. Na?«
»Ich hatte gedacht, wir wären auf der Flucht. Zumindest hattest du das so spannend gemacht. Ich frage ja nur, damit ich Bescheid weiß. Oder sind wir in Ferien und machen eine Reise durch Deutschland?«
»Du wirst lachen, das habe ich mir gerade auch überlegt. Aber mal im Ernst, was soll schon geschehen? Unsere Papiere sind in Ordnung, unsere Geschichte ebenfalls. Und die Gegend hier ist so wundervoll friedlich, dass man es kaum glauben mag. Wenn ich ein Taschenmesser hätte, würde ich nun ein Herz mit unseren Initialen in die Baumrinde ritzen.«
»Nun wird er romantisch. Wie hast du dich verändert? Beeindruckend. Lass uns wirklich ein wenig gehen, die Stange tut auf die Dauer recht weh.«
Ich will Carola gerade über das Fahrrad hinweg einen Kuss geben, als irgendetwas in der Nähe explodiert. Der Motor eines Fliegers zerschneidet die Idylle. Von einer zur anderen Sekunde ist sämtlicher Frieden ausgelöscht. Wir springen hinter einen dicken Baumstamm. Wieder kracht es, diesmal direkt vor unserer Deckung, Äste regnen auf uns herab und die Maschine saust über uns hinweg.
»Hoffentlich ist der alleine! Lass uns ein paar Meter weiter in den Wald hinein von der Straße verschwinden. Wenn der uns nicht mehr sehen kann, haut der ab.«
Wir springen wie die Rehe den Wanderweg hinein. Das Flugzeug ist nicht mehr zu hören. Außerdem stehen die Bäume so dicht, dass die ausladenden Wipfel genügend Deckung bieten.
»Lass uns eine Weile abwarten. Ich traue denen nicht«, sagt Carola.
»Daran hatte ich überhaupt nicht mehr gedacht«, muss ich zugeben. »Nun ist die schöne Ferienstimmung im Eimer. Ob die auch schießen würden, wenn die wüssten, dass ich Jude bin?«
»Bestimmt. Ich fürchte, dass es für die so eine Art Fuchsjagd ist. Vielleicht sogar so etwas wie Sport. Ich weiß nicht, was der Einzelne von denen erlebt hat, mir graut jedenfalls vor ihnen.«
Es bleibt ruhig und wir fühlen uns nicht mehr gefährdet. Den gleichen Weg, den wir in den Wald hineingesprungen waren, gehen wir nun vorsichtig zurück. Nichts passiert, aber wir sind äußerst aufmerksam. Ohne einen einzigen Meter zu genießen, schreiten wir diese absolut ruhigen, bezaubernd schönen und idyllischen Kilometer Natur zu Fuß weiter. Der Krieg und seine Schrecken liegen zwar irgendwie in weiter Ferne und lauern dennoch gleichzeitig auf Schritt und Tritt. Der Weg führt zu einer Holzbrücke, die über einen Fluss gebaut ist. Eine andere Möglichkeit weiterzukommen, gibt es nicht.
»Da müssen wir rüber und es gibt weit und breit keine Deckung. Nur wann? Nicht dass uns da vorne plötzlich wieder ein Flieger aufs Korn nimmt.« Ich schaue in den leicht bewölkten Himmel.
»Und wie lange willst du denn in die Luft starren? Das nützt rein gar nichts. So ein Brummer kommt blitzschnell aus dem Nichts. Das haben wir doch vorhin auch nicht mitbekommen.«
Am anderen Ufer sind abgeholzte Baumstämme sauber gestapelt. »Bis zu dem Stapel sind es vielleicht zwanzig Meter. Wir sollten einzeln loslaufen, so schnell es geht über die Brücke und falls dann ein Motor zu hören ist, sofort hinter den Stapel springen. Was hältst du davon?«
Statt mir zu antworten, springt Carola bereits über die Brücke und verschwindet hinter dem Holzstoß. Nun muss ich. Theoretisch ist das leichter gedacht, als getan. Mist, ich traue mich nicht vorwärts, besonders wegen des Rades.
»Wird das heute noch was?«, höre ich Carola rufen. Kein Flieger ist auszumachen. Ich beobachte die Gegend. Malerische friedliche Stille um uns herum. In der Nähe schimpft eine Amsel. Gar nicht so einfach, mit einem Fahrrad über eine schmale Brücke zu rennen. Da, jetzt wäre ich fast in den Bach gefallen!
Der Weg führt nun durch dichten Wald und fällt dabei sachte ab. »Sollen wir nicht hinunterrollen? Was sagt dein Podex?«
»Der sagt, dass ich ein eigenes Rad haben möchte.« Carola setzt sich wieder auf die Stange und wir lassen uns mühelos rollen.
Es beginnt bereits zu dämmern und wir haben das Schloss längst nicht erreicht. Wenn das so weitergeht, müssen wir heute im Freien übernachten.
Vor uns taucht eine kleine Bahnstation auf. Eine Lokomotive steht neben einem sehr großen Wassertank, der auf ein Gerüst gebaut ist. Ein gebogenes Rohr führt vom Tank über den Kessel der Lok und wird gerade hochgezogen. An die Lok sind einige Waggons angehängt. Die Luke des letzten Waggons steht offen. Wir schauen uns an.
»Wenn wir in einen der Waggons klettern, würden wir viel leichter und schneller vorankommen«, sage ich. »Bis das Frischwasser heiß genug ist, dauert es bestimmt ein wenig.«
Ich trete so schnell ich kann in die Pedale und sehe mit Entsetzen, dass die Lok Dampf ablässt und der Zug sich laut pfeifend in Bewegung setzt. Pech gehabt, denke ich und höre auf zu trampeln. Sinnlos. Der fährt zwar nur im Schritttempo, aber selbst bei dieser Geschwindigkeit werden wir kaum aufspringen können. Schon gar nicht mit dem Rad und dem Gepäck.
Nach ein paar Hundert Metern hält der Zug einsam vor einem roten Signal und steht unmittelbar neben dem Weg, den wir befahren. Jetzt vielleicht doch. Wie lange wird der wohl halten? Ich trampele wie um mein Leben. Carola kann sich nur mit Mühe festhalten. Gleich haben wir den Zug erreicht. Die Dämmerung kommt eigentlich ganz gelegen, werden sicherlich kaum Tiefflieger unterwegs sein. Die Lokomotive spuckt pfeifend Dampfwolken aus. Das Signal bleibt auf Rot. »Sollen wir den Lokführer fragen, ob wir mitfahren dürfen?«, fragt Carola.
»Drauf gepfiffen«, keuche ich und halte neben der offenen Luke des letzten Waggons. »Los runter mit dir und rein da in den Wagen!«
In der Luke erscheint ein auf den ersten Blick sympathisch wirkender Männerkopf mit schwarzen Locken. Dunkle Augen sehen uns an, schätzen uns ab.
»Guten Tag. Würden Sie uns bitte helfen, mein Herr? Wir würden gerne mitfahren, wenn Sie erlauben.«
Der Mann von höchstens dreißig Jahren lehnt sich aus dem Waggon, greift nach Carolas Handgelenk und zieht sie ohne Schwierigkeiten in den Waggon. Der Rucksack auf ihrem Rücken schaukelt. Derweil murkse ich mir einen ab, das Rad in den Waggon zu schieben. Scheißkoffer. Und ausgerechnet in diesem Moment setzt sich der Zug träge in Bewegung. Mist verfluchter! Das Fahrrad mit dem schweren Koffer beginnt zu rutschen. Eine behaarte Hand greift nach dem Fahrradlenker und zerrt den Drahtesel samt Koffer in den dunklen Waggon. Jetzt muss ich laufen, um nicht zurückzubleiben. Meine Güte, wo kommt denn plötzlich die schmale Brücke da vorne her? War die gerade schon da? Und ganz schön tief geht es da runter, sehe ich von hier aus. Ein einzelner Schienenstrang führt über die Brücke, die immer näher kommt, beziehungsweise andersherum, weil ich ja renne. Deshalb wahrscheinlich das Signal. Nicht weil ich renne, sondern wegen der einzelnen ... nicht denken, Jakob! Halt dich fest an der Waggonluke. Neben der Schiene ist kein Platz mehr für einen Fußgänger. Ich habe allenfalls zwanzig Schritt und in der Beziehung bin ich ein hervorragender Schätzer. Sonst hätte ich ja meine Wetten mit dem Schicksal nicht stets gewonnen! Vor Wut werden meine Schritte langsamer! Ich fall bereits etwas zurück. Scheiße, denke ich, da packt mich eine Hand am Mantelkragen und ich sause davon! Mit der Stirn schlage ich hart auf den Holzboden auf. Pigmentflecken Behandlung Hausmittel Xl schon nach den ersten hinweisen, die ich nach einem konzilium unter kollegen am telefon und via SWR1 erhielt müsste doch jedem mit einem normalen IQ klar geworden sein, dass für einen „unfall“ oder einen „normalen“ anschlag einfach N I C H T S spricht. Weiße Flecken Auf Der Braunen Haut 40 Nur Eine Strategie habe ich jetzt verstanden. Ich kapierte sie auch lange nicht, denn dafür muss man fast so abstrus, menschenverachtend mordlustig denken können (schaurig) wie die IS-Männer denken. Sie wollen den Westen mit allen Mitteln, Menschenleben, auch eigenes ihrer eigenen Lands- oder Glaubensleute für sie kein Thema, in die Angst hinein destabilisieren. Rote Brennende Flecken Auf Der Kopfhaut An Risikofaktoren
An erster Stelle ist hier das Rauchen, der Alkoholkonsum und die schlechte Mundhygiene zu nennen. Verhornungsstörungen der Schleimhaut treten bei Rauchern sechsmal häufiger als bei Nichtrauchern auf. Auch Viren sind für die Entwicklung von Karzinomen im Mundbereich verantwortlich. Chronisch-mechanische Irritationen, hervorgerufen durch scharfe Zahnkanten und Prothesenränder, sowie chronische Entzündungszustände sind ebenfalls wichtige Risikofaktoren.

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Hallo. Ich bin jetzt in der 12 ssw und habe auch damit zu kämpfen. Ich kann Fett, bestelltes Essen, schmutziges Geschirr, Zigarettenrauch und Fleisch nicht riechen. Meinen Freund nervt es nur noch, aber er versucht trotzdem alles damit ich den Gerüchen aus dem weg gehen kann. Braune Flecken Auf Avocado Blättern Cent Danke für die Antwort. Ich habe es gelesen und es traf vollkommen ihr Antwort. Meine Schmerzen waren nach 2 Tage wieder weg. Farbflecken Sofa Entfernen Kostenlos Bei Reception sind keine alkoholischen Getränke empfohlen (beim ersten mal versoff ich eine ganze Pulle Cointeau). Weiße Flecken Auf Der Braunen Haut 40 «Uns?«Cersei schien überrascht. Weiße Flecken Auf Der Braunen Haut 40 Schwitzen ist es etwas ganz Natürliches, denn mit der Hilfe dieses Stoffwechselprozesses reguliert der Körper seine Temperatur. Aber auch wenn Schwitzen vollkommen normal ist, für viele Menschen ist es unangenehm, wenn die Haut anfängt zu glänzen, und wenn sich auf dem T-Shirt große Flecken unter den Achseln zeigen. Aber nicht nur die Flecken sind unangenehm, […] Braune Flecken Auf Avocado Blättern Cent Erbsen, Bohnen und Linsen hatten lange Zeit einen eher schlechten Ruf. Sie waren als Dickmacher verrufen und erst als die Zahl der Vegetarier und Veganer anstieg, bekamen auch die Hülsenfrüchte ein besseres Image. Viele bringen Hülsenfrüchte mit deftigen Eintöpfen aus der gutbürgerlichen Küche in Verbindung, und in diesem Zusammenhang machen Hülsenfrüchte auch tatsächlich dick, aber […].

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Die junge puertoricanische New Yorkerin Alexandria Ocasio-Cortez sorgt für eine Sensation in den Vorwahlen. Mehr... Weiße Flecken Auf Der Braunen Haut 40 Weitere Informationen auch zum Widerrufsrecht finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Flecken Von Hose Entfernen Methoden zur Verjüngung der Hände Kammerflimmern
unkoordinierte Herzmuskeltätigkeit mit "Flimmerwellen" im EKG (300/Min.). Ausdruck ektopischer Erregungsbildung und einer Instabilität des diastolischen Ruhemembranpotentials. Tritt auf z.B. bei Infarkt, Lungenembolie, Starkstromunfall; oft tödlich, falls keine Elektrodefibrillation. Hm, “Christen Europas” (es waren ja nicht alle) ist schon In Ordnung, es sind nach meinem Verständnis damit zahlenmäßig weniger als “Europas Christen” – die Speichelleckerei durch Hofieren zu ersetzen sieht doch sehr nach “diplomatisch” veranlasster, nachträglicher Glättung aus. Farbflecken Sofa Entfernen Kostenlos In der Tat: schöne Spectator-...
In der Tat: schöne Spectator- leider sieht man(n) sie selten.
Und wenn dann doch, tragen sie Männer, zu denen sie nicht wirklich passen. Aber ganz gleich ob passend oder nicht – gepflegt müssen sie (oder Sie?) sein. (Spectators sind allerdings nicht soo leicht zu pflegen…)
Die Kunst der Schuhpflege, eine ebenso selten beherrschte wie praktizierte und möglicherweise im Aussterben begriffene Kunst. Dabei geht der Blick doch immer noch .. Augen, Hände … Schuhe.
Und es ist völlig gleichgültig, ob es ein Gummisohlenschuh oder ein handgerfertigter Wholecut aus Cordovan ist; für den Träger gelte immer noch der Satz, der den Fendi-Schwestern zugeschrieben wird: „Ein Mann kann nachlässig gekleidet daher kommen – an den Schuhen erkennt man, wie’s gemeint ist.“
Und so Manches läuft auf ungeklärte Weise leichter, wie schon @prince Matecki weiter oben anmerkte..